Simonswolde: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Gemeinde Ihlow - Dorfarchiv
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</gallery>[[Datei:Groninga.jpg|mini|Das Geschäft Groninga stand an der Straße Zum Sandwater.|links]]
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[[Datei:Geschäft Beitelmann.jpg|mini|Das Geschäft von Hermann und Olga Beitelmann an der Straße Zum Sportzentrum (1970er Jahre).|zentriert]]
[[Datei:Gaststaette germania simons.jpg|links|mini|Gaststätte Germania, Ansicht vom Anfang des 20. Jahrhunderts.]]
[[Datei:MUEHLE SIMONSWOLDE VOR1914.jpg|zentriert|mini|Die Simonswoldmer Mühle am Sandwater; kolorierte Ansicht (vor 1914).]]
 





Version vom 8. Januar 2024, 16:20 Uhr

Gründung 1287
Einwohner 1.646
Ortsbürgermeister Hinrich Päben

Simonswolde ist ein Ortsteil der Gemeinde Ihlow im Landkreis Aurich in Ostfriesland.

Simonswolde liegt auf einem Geestvorsprung, von Hoch- und Niedermoor umgeben. Vor der Luciaflut 1287 lag der Ort etwa einen Kilometer weiter südwestlich.

Historisches

Die Anfänge Simonswoldes müssen bereits im frühen Mittelalter gelegen haben. Die erste Ansiedlung des Dorfes lag weiter im Süden, im Bereich Hoheenden, auf natürlichen Dünen, die zusätzlich noch künstlich erhöht wurden. Durch archäologische Grabungen kam man auf ein Siedlungsalter zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert. Wahrscheinlich wurde sie aufgrund der schweren Luciaflut Dezember 1287, bei der die Küstenniederungen entlang der gesamten Nordsee überflutet gewesen sein sollen, verlegt. Alten Schilderungen zufolge soll das Wasser 5 Fuß hoch auf Flächen gestanden haben, an die vorher nie zuvor Seewasser vorgedrungen war. Nach dieser verheerenden Sturmflut siedelten die Simonswolder an die heutige Stelle, weiter im Norden, auf den ehemaligen Hochmoorrand um.

Simonswolde muss neben der Kirche auch eine Burg besessen haben, etwa 100 m westlich der Kirche. Die Stelle wird als "Börgstee" bezeichnet. Auch die Simonswolder tätigten viele Geschäfte auf Jollen über Wasserwege, vor allem nach Oldersum und nach Emden, über das von den Emdern verbreiterte und nach Emden fortgesetzte Fehntjer Tief.

Die Simonswolder handelten mit Gänsen, Butter und jagdbarem Wassergeflügel. Irgendwann riss dieses gute Geschäft jedoch ab und große Notzeiten führten zu einer extremen Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert. In knapp hundert Jahren wanderten über 500 Simonswolder nach Amerika aus.


Eine wohl von Wilt de Boer Anfang des 20. Jahrhunderts verfasste Chronik findet sich hier (in Maschinenschrift übertragen):








Historische Bilder

Kirche

Dieser Stein in der Kirchenmauer weist auf das Jahr der (Neu-)Gründung von Simonswolde hin.


Sandwater

Schule

Gewerbe/Geschäfte


Straßen

Der Brakenweg (heute Friedhofsgang) in den 1950er Jahren.
Der Brakenweg (heute Friedhofsgang) in den 1950er Jahren. Auf dem Fahrrad ist Diedrich Gebers zu sehen.


Das Storchennest bei Jan Meyer imBrakenweg (heute Friedhofsgang) in den 1950er Jahren.
Dorfstraße (heute Ihlower Straße) mit Blick auf die Kirche; kolorierte Ansicht vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts)




Dorfmitte, Blick auf die Kirche; Ansicht vermutlich aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.






Sport

Der erste Sportplatz mit dem gefürchteten A-Mast mitten auf dem Spielfeld (an der heutigen K 111 gelegen).
Das Freibad in der Nähe des Sportplatzes (heute Gelände des Sand+Water-Werks).
Das Freibad in der Nähe des Sportplatzes (heute Gelände des Sand+Water-Werks).





Veranstaltungen

Ein bedeutendes jährlich stattfindendes Ereignis ist der Flohmarkt. Jedes Jahr am letzten Sonntag im August finden sich tausende Menschen in dem Ort ein.