Kirche in Westerende: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Gemeinde Ihlow - Dorfarchiv
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
[[Kategorie:Kirche]]
[[Kategorie:Kirche]]
[[Datei:Kirche Westerende-Kirchloog Archiv Hoehle klein.jpg|mini]]
<mapframe text="Kirche in Westerende" width="274" height="211" zoom="15" longitude="7.416694" latitude="53.442749" />[[Westerende-Kirchloog|Westerende]] besitzt eine mittelalterliche Backsteinkirche.
[[Westerende-Kirchloog|Westerende]] besitzt eine mittelalterliche Backsteinkirche.


Die Backsteinkirche wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie ist ein Apsissaal mit einer flachen Holzdecke. Der Haupteingang befindet sich in der Westmauer, während das alte Portal im Norden zugemauert ist. Seit einigen Jahren ist jedoch das Portal im Süden wieder geöffnet. An der Südwand waren ursprünglich zwei nebeneinanderliegende Hagioskope vorhanden, beide sind heute jedoch außen vermauert.
Die Backsteinkirche wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie ist ein Apsissaal mit einer flachen Holzdecke. Der Haupteingang befindet sich in der Westmauer, während das alte Portal im Norden zugemauert ist. Seit einigen Jahren ist jedoch das Portal im Süden wieder geöffnet. An der Südwand waren ursprünglich zwei nebeneinanderliegende Hagioskope vorhanden, beide sind heute jedoch außen vermauert.
Zeile 9: Zeile 8:
Die barocke Kanzel von 1737 stammt aus der Werkstatt der Auricher Schnitzerschule von Andreas Schnörwange. Sie zeigt die Figur des Moses, der den Kanzelkorb trägt, auf dem sich Skulpturen der vier Evangelisten und des Apostels Paulus befinden. Die Kanzel wurde erstmals am Palmsonntag 1737 vom früheren Pastor Diedrich Rademacher verwendet.
Die barocke Kanzel von 1737 stammt aus der Werkstatt der Auricher Schnitzerschule von Andreas Schnörwange. Sie zeigt die Figur des Moses, der den Kanzelkorb trägt, auf dem sich Skulpturen der vier Evangelisten und des Apostels Paulus befinden. Die Kanzel wurde erstmals am Palmsonntag 1737 vom früheren Pastor Diedrich Rademacher verwendet.


Die Orgel wurde 1793 von Johann Friedrich Wenthin erbaut. Im Jahr 1885 wurde sie von Johann Diepenbrock von der Ost- auf die Westseite der Kirche umgesetzt und dabei umgebaut und klanglich neu gestaltet. Im Jahr 1959 wurde die Disposition durch Alfred Führer erneut geändert, um den Klang Wenthins wieder näherzubringen. Die Orgel verfügt über 15 Register auf einem Manual und Pedal. Sieben Register, einschließlich des Prospektprinzipals, stammen noch von Wenthin, zwei von Diepenbrock und sechs von Führer.
Die Orgel wurde 1793 von Johann Friedrich Wenthin erbaut. Im Jahr 1885 wurde sie von Johann Diepenbrock von der Ost- auf die Westseite der Kirche umgesetzt und dabei umgebaut und klanglich neu gestaltet. Im Jahr 1959 wurde die Disposition durch Alfred Führer erneut geändert, um den Klang Wenthins wieder näherzubringen. Die Orgel verfügt über 15 Register auf einem Manual und Pedal. Sieben Register, einschließlich des Prospektprinzipals, stammen noch von Wenthin, zwei von Diepenbrock und sechs von Führer.[[Datei:Kirche Westerende-Kirchloog Archiv Hoehle klein.jpg|mini]]

Version vom 9. April 2024, 11:03 Uhr

Karte
Kirche in Westerende

Westerende besitzt eine mittelalterliche Backsteinkirche.

Die Backsteinkirche wurde wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie ist ein Apsissaal mit einer flachen Holzdecke. Der Haupteingang befindet sich in der Westmauer, während das alte Portal im Norden zugemauert ist. Seit einigen Jahren ist jedoch das Portal im Süden wieder geöffnet. An der Südwand waren ursprünglich zwei nebeneinanderliegende Hagioskope vorhanden, beide sind heute jedoch außen vermauert.

Das älteste Möbelstück in der Kirche ist ein romanischer Taufstein, dessen einfache Form mit vier Gesichtern an den Seiten vermutlich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammt.

Die barocke Kanzel von 1737 stammt aus der Werkstatt der Auricher Schnitzerschule von Andreas Schnörwange. Sie zeigt die Figur des Moses, der den Kanzelkorb trägt, auf dem sich Skulpturen der vier Evangelisten und des Apostels Paulus befinden. Die Kanzel wurde erstmals am Palmsonntag 1737 vom früheren Pastor Diedrich Rademacher verwendet.

Die Orgel wurde 1793 von Johann Friedrich Wenthin erbaut. Im Jahr 1885 wurde sie von Johann Diepenbrock von der Ost- auf die Westseite der Kirche umgesetzt und dabei umgebaut und klanglich neu gestaltet. Im Jahr 1959 wurde die Disposition durch Alfred Führer erneut geändert, um den Klang Wenthins wieder näherzubringen. Die Orgel verfügt über 15 Register auf einem Manual und Pedal. Sieben Register, einschließlich des Prospektprinzipals, stammen noch von Wenthin, zwei von Diepenbrock und sechs von Führer.