Barstede: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Gemeinde Ihlow - Dorfarchiv
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Barstede ist eine Ortschaft der [[Gemeinde Ihlow]]. Das erste Mal wird Barstede 1408 urkundlich erwähnt; die Ursprünge sind aber sicher schon in frühgeschichtlicher Zeit zu suchen: Das Dorf liegt auf einem Geestrücken, der "Sandhöchte", die aus einem Sumpfgebiet östlich des "Großen Meeres" herausragt - auf der Moränenkante des ausgedehnten "Forlitzer Beckens" einigermaßen sicher vor den historischen Überschwemmungen.
Der Ort Barstede hat zurzeit 327 Einwohner (Stand: 2. Januar 2023) 


Früher wurde Barstede das "Abseitsdorf" genannt: abseits dem "ollen Postweg" zwischen Aurich und Emden, der über Ochtelbur und Riepe führte und Barstede links liegen ließ, und abseits vom Heerweg zwischen Norden und Aurich. Erst 1928 begann man mit dem Bau einer Straße in das Dorf.  
Am 1. Juli 1972 wurde Barstede in die neue Gemeinde Ihlow eingegliedert.


Der Ort Barstede hat zurzeit 327 Einwohner (Stand: 2. Januar 2023)
== Historisches ==
Am 1. Juli 1972 wurde Barstede in die neue Gemeinde Ihlow eingegliedert.  
Das erste Mal wird Barstede 1408 urkundlich erwähnt; die Ursprünge sind aber sicher schon in frühgeschichtlicher Zeit zu suchen: Das Dorf liegt auf einem Geestrücken, der "Sandhöchte", die aus einem Sumpfgebiet östlich des "Großen Meeres" herausragt - auf der Moränenkante des ausgedehnten "Forlitzer Beckens" einigermaßen sicher vor den historischen Überschwemmungen.


Früher wurde Barstede das "Abseitsdorf" genannt: abseits dem "ollen Postweg" zwischen Aurich und Emden, der über Ochtelbur und Riepe führte und Barstede links liegen ließ, und abseits vom Heerweg zwischen Norden und Aurich. Erst 1928 begann man mit dem Bau einer Straße in das Dorf. Am 1. Juli 1972 wurde Barstede in die neue Gemeinde Ihlow eingegliedert.


== "Barstede" von Bernhard Buttjer ==
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Das erste Mal wird Barstede 1408 urkundlich erwähnt; die Ursprünge sind aber sicher schon in frühgeschichtlicher Zeit zu suchen: Das Dorf liegt auf einem Geestrücken, der „Sandhöchte“ , die aus einem Sumpfgebiet östlich des „Großen Meeres“ herausragt – auf der Moränenkante des ausgedehnten „Forlitzer Beckens“ einigermaßen sicher vor den historischen Überschwemmungen.


Noch bei der großen Sturmflut von 1827 blieb die Ansiedlung deshalb vom Wasser verschont. Früher wurde Barstede das „Abseitsdorf“ genannt: abseits dem „ollen Postweg“ zwischen Aurich und Emden - , der über Ochtelbur und Riepe führte und Barstede links liegen ließ - , und abseits vom Heerweg zwischen Norden und Aurich.


===Kirche in Barstede===
Erst 1928 begann man mit dem Bau einer Straße in das Dorf. Ein „Kirchdorf“ wurde Barstede durch den Bau seines ersten Gotteshauses um 1280: Nach alten Beschreibungen war es eine einschiffige Kirche mit einem Steingewölbe und gotischen Fensteröffnungen. Schon 1896 war sie einsturzgefährdet; 1953 wurde teilweise auf den alten Fundamenten eine neue, kleinere Kirche im romano-gotischen Stil errichtet. Das jahrhundertealte Inventar blieb: Eine Taufe aus Bentheimer Sandstein um 1200; die Orgel wurde von 1801 von Gottfried Rohlfs aus Esens erbaut es war die erste Orgel in Barstede; die Kanzel aus dem 17.Jahrhundert mit den EvangelistenFiguren; Kronleuchter von 1708 und 1883; und schließlich der bemerkenswerte Flügelaltar aus dem Jahre 1644, eine Stiftung des ostfriesischen Grafen Ulrich II. Cirksena und seiner Frau Juliana von Hessen-Darmstadt.....
Ein "Kirchdorf" wurde Barstede durch den Bau seines ersten Gotteshauses um 1280: Nach alten Beschreibungen war es eine einschiffige Kirche mit einem Steingewölbe und gotischen Fensteröffnungen. Schon 1896 war sie einsturzgefährdet; 1953 wurde teilweise auf den alten Fundamenten eine neue, kleinere Kirche im romano-gotischen Stil errichtet. Das jahrhundertealte Inventar blieb: Eine Taufe aus Bentheimer Sandstein um 1200; die Orgel wurde von 1801 von Gottfried Rohlfs aus Esens erbaut - es war die erste Orgel in Barstede; die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert mit den Evangelisten-Figuren; Kronleuchter von 1708 und 1883; und schließlich der bemerkenswerte Flügelaltar aus dem Jahre 1644, eine Stiftung des ostfriesischen Grafen Ulrich II. Cirksena und seiner Frau Juliana von Hessen-Darmstadt.


Über die Jahrhunderte erhalten ist der freistehende Glockenturm aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, der zwei Glocken beherbergt; diese Konstruktion eines "Parallelmauerturms" ist typisch für das Auricherland.
[[:Datei:Text Barstede von Bernhard Buttjer v 2003.pdf|Den vollständigen Text lesen]]
== Kirche in Barstede ==
[[Datei:Kirche in Barstede.jpg|mini|189x189px|Kirche in Barstede]]
Barstede, einst ein "Kirchdorf", erbaute um 1280 seine erste [[Kirche in Barstede|Kirche]], die jedoch bereits 1896 einsturzgefährdet war. 1953 wurde an derselben Stelle eine neue Kirche im romano-gotischen Stil errichtet.  Der freistehende Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert überdauerte die Jahrhunderte.


Der jetzige Friedhof wurde um ein Grundstück erweitert, auf dem bis 1950 das kirchliche Armenhaus gestanden hatte; dort wohnten bis zuletzt zwei Familien, unter anderem auch Hemmo Hildebrandt. Der wurde dann später auf der Erweiterung beerdigt, sodass es jetzt heißt: "Hemmo liggt nu in sien Köken (Küche) bigraben".
Die Pastoren von Barstede sind seit 1540 bekannt, darunter der berühmte "Imkerpastor" Johann Heimerich Winfried Riese, der von 1883 bis 1931 in Barstede amtierte und den "Ostfriesischen Imkerverein" gründete.  
Der heutige neoromano-gotische Kirchenbau wurde im Jahr 1953 an der Stelle des seit 1896 einsturzgefährdeten älteren Gotteshauses erbaut. Die Vorgängerkirche wurde vermutlich als einschiffige Kirche mit Steingewölbe und gotischen Fenstern errichtet. Die Inneneinrichtungen der Vorgängerkirche wurden teilweise übernommen. Dazu zählen neben dem barocken Flügelaltar ein etwa 800 Jahre altes Taufbecken und eine 1801 von Johann Gottfried Rohlfs erbaute Orgel sowie eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Der frei stehende Glockenturm des ältesten Baues aus dem 13. Jahrhundert hat sich bis heute ebenfalls erhalten.
 
Die Pastoren von Barstede sind seit 1540 namentlich bekannt; den Älteren im Dorf ist noch der "Imkerpastor" Johann Heimerich Winfried Riese in Erinnerung, der in Barstede von 1883 bis 1931 amtierte, über Bienen forschte und 1886 den "Ostfriesischen Imkerverein" gründete. Er besaß übrigens als erster Pastor in Ostfriesland ein Fahrrad. Seine Tochter Marie Antoinette lebte bis zu ihrem Tode 1988 im alten Pfarrhaus, spielte die Orgel, gründete den Frauenverein, einen Kirchen- und Flötenchor - Generationen von Barstedern nannten sie einfach "Tant Marie".  


== Weiteres über Barstede: ==
== Weiteres über Barstede: ==
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Datei:Bauernhof im sommer.jpg|Bauernhof im Sommer.
Datei:Bauernhof im sommer.jpg|Bauernhof im Sommer.
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[[Kategorie:Ortschaft]]
[[Kategorie:Ortschaft]]
[[Kategorie:Barstede]]

Aktuelle Version vom 29. Mai 2024, 08:55 Uhr

Gründung 1408
Einwohner 327
Ortsbürgermeister Bernd Dettmers

Barstede ist eine Ortschaft der Gemeinde Ihlow.

Der Ort Barstede hat zurzeit 327 Einwohner (Stand: 2. Januar 2023)

Am 1. Juli 1972 wurde Barstede in die neue Gemeinde Ihlow eingegliedert.

Historisches

Das erste Mal wird Barstede 1408 urkundlich erwähnt; die Ursprünge sind aber sicher schon in frühgeschichtlicher Zeit zu suchen: Das Dorf liegt auf einem Geestrücken, der "Sandhöchte", die aus einem Sumpfgebiet östlich des "Großen Meeres" herausragt - auf der Moränenkante des ausgedehnten "Forlitzer Beckens" einigermaßen sicher vor den historischen Überschwemmungen.

Früher wurde Barstede das "Abseitsdorf" genannt: abseits dem "ollen Postweg" zwischen Aurich und Emden, der über Ochtelbur und Riepe führte und Barstede links liegen ließ, und abseits vom Heerweg zwischen Norden und Aurich. Erst 1928 begann man mit dem Bau einer Straße in das Dorf. Am 1. Juli 1972 wurde Barstede in die neue Gemeinde Ihlow eingegliedert.

"Barstede" von Bernhard Buttjer

Text Barstede von Bernhard Buttjer

Das erste Mal wird Barstede 1408 urkundlich erwähnt; die Ursprünge sind aber sicher schon in frühgeschichtlicher Zeit zu suchen: Das Dorf liegt auf einem Geestrücken, der „Sandhöchte“ , die aus einem Sumpfgebiet östlich des „Großen Meeres“ herausragt – auf der Moränenkante des ausgedehnten „Forlitzer Beckens“ einigermaßen sicher vor den historischen Überschwemmungen.

Noch bei der großen Sturmflut von 1827 blieb die Ansiedlung deshalb vom Wasser verschont. Früher wurde Barstede das „Abseitsdorf“ genannt: abseits dem „ollen Postweg“ zwischen Aurich und Emden - , der über Ochtelbur und Riepe führte und Barstede links liegen ließ - , und abseits vom Heerweg zwischen Norden und Aurich.

Erst 1928 begann man mit dem Bau einer Straße in das Dorf. Ein „Kirchdorf“ wurde Barstede durch den Bau seines ersten Gotteshauses um 1280: Nach alten Beschreibungen war es eine einschiffige Kirche mit einem Steingewölbe und gotischen Fensteröffnungen. Schon 1896 war sie einsturzgefährdet; 1953 wurde teilweise auf den alten Fundamenten eine neue, kleinere Kirche im romano-gotischen Stil errichtet. Das jahrhundertealte Inventar blieb: Eine Taufe aus Bentheimer Sandstein um 1200; die Orgel wurde von 1801 von Gottfried Rohlfs aus Esens erbaut – es war die erste Orgel in Barstede; die Kanzel aus dem 17.Jahrhundert mit den EvangelistenFiguren; Kronleuchter von 1708 und 1883; und schließlich der bemerkenswerte Flügelaltar aus dem Jahre 1644, eine Stiftung des ostfriesischen Grafen Ulrich II. Cirksena und seiner Frau Juliana von Hessen-Darmstadt.....

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Kirche in Barstede

Kirche in Barstede

Barstede, einst ein "Kirchdorf", erbaute um 1280 seine erste Kirche, die jedoch bereits 1896 einsturzgefährdet war. 1953 wurde an derselben Stelle eine neue Kirche im romano-gotischen Stil errichtet.  Der freistehende Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert überdauerte die Jahrhunderte.

Die Pastoren von Barstede sind seit 1540 bekannt, darunter der berühmte "Imkerpastor" Johann Heimerich Winfried Riese, der von 1883 bis 1931 in Barstede amtierte und den "Ostfriesischen Imkerverein" gründete.

Weiteres über Barstede:

Impressionen aus Barstede

Historisches aus Barstede

Alle Bilder aus Barstede.